Die Odyssee... inzwischen ist sie schon lange vergangen, aber endlich komme ich dazu, das niederzuschreiben, was ich dieses Jahr besonders fand: Aus der Organisation habe ich vorher versucht, mich so weit heraus zu halten, dass ich nur die Küchenchefin spielen muss. So habe ich dieses Jahr seit langem mal wieder etwas vom Con mitbekommen.
Freitag Abend wurde aber erstmal gegrillt. Mit netter Unterstützung wurde ein Feuer entfacht - da reißen sich die Jungs ja immer drum... aber wenn's ihnen Spass macht, gönne ich ihnen das auch. Kaum waren die ersten Würste fertig, waren meine Helfer aber weg - mit Beute in ihren Spielrunden. Auch gut, ich hatte einen netten Abend am Grill, immer wieder Besuch hungriger Gäste und etwas später auch wieder einen Helfer - so allein draußen wenn alle Spielen wird es sonst auf die Dauer doch langweilig. Alsbald wurde nachdem noch ein Kartoffelsalat gekocht war aus dem Abend eine lange Nacht. Anfangs noch als Gespräch an der Bar, verlagerte sich unsere kleine Runde an einen Spieltisch zum geselligem Skatspiel. Da mehr Spielwillige als Blätter da waren, kam auch jeder immer wieder in den Genuss, mit anderen Leuten zu spielen, ab und zu ein paar Runden auszusetzen und die netten Hamburger kennenzulernen. Wie Stefan mit seinen Blättern alle hinters Licht geführt hat - zum Teil sogar mit Ansage - wird ein Erlebnis sein, das ich nicht so schnell vergessen werde und an dem Abend zu nur 1 1/2 Stunden Schlaf führte: Die Küchenchefin muss rechtzeitig aufstehen, um Brötchen in Empfang zu nehmen und das Frühstück vorzubereiten.
Dann fing mein Con-Tag an. Als Assassine konnte ich leider den Inspector Luis - einen NSC - nicht umbringen, aber wir erlediten unseren Auftrag und wurden reich :-). Meine erste selbstgeleitete Con-Runde - Inspectres Piraten - war wirklich lustig, eine Rollenspiel-Anfängerin bestritt bei mir ihre erste Runde und war als Braut des Kapitäns die eigentliche Macht auf dem Schiff. Den Käpt'n unter der Fuchtel, die Mannschaft mit ihrer großen Oberweite motiviert, segelten die Piraten durch die Karibik, ließen einen Schiffbrüchigen über die Planke laufen und hoben nach einer rasanten Suche nach der Schatzkarte den sagenhaften Goldschatz des unbekannten Piraten der ihn in einem Höhlenlabyrinth versteckt hatte. Inspectres ist ein dankbares Spiel: eine Stunde vor Blockende konnten wir alle nicht mehr kreativ sein, unser Abenteuer war zu Ende und es ab Zeit, ausgiebig zu quatschen und Spass zu haben.
Die Versteigerung folgte um 20:00 Uhr. Abwechselnd mit ein paar Tombolapreisen, wurde diesmal nicht nur Privateigentum versteigert. Für den Messestand in Essen hatte das Projekt Odyssee Spenden gesammelt. Auf der Versteigerung kamen für diesen guten Zweck 400,- Euro zusammen, und somit haben wir die Finanzierung des Messestands gesichert. Danke allen großherzigen Bietern! Mag die Versteigerung auch etwas länger gedauert haben als sonst - die Moderation war kurzweilig und als Höhepunkt trat Xena auf und sang, um das Spiel anzupreisen, das wir in unserer Tobola hatten - wie viele es noch in unserem Lager gibt, wird nicht verraten.
Dann kam der Zeitpunkt, an dem ich mich fragte, welcher Teufel mich geritten hatte, eine Nachtrunde zu leiten. War ich nicht zurechnungsfähig, als ich nein gesagt hatte? In Nomine und Magna Veritas als Doppelrunde, die Fortsetzung des Kleingartenabenteuers vom letzten Jahr sollte es sein. Ich hatte die Dämonen. Anfangs lief alles sehr gut, auch wenn ich das erste Abenteuer nciht gespielt hatte - geschweige denn irgend wann anders das System gespielt. Aber durch Ingos gute Vorbereitung kam ich doch ganz gut zurecht in dem System. Schade war, dass wir anfangs mit der Zeit zu großzügig umgegangen sind und dann das Ende so straffen mussten, dass unsere Spieler eigentlich keine Chance mehr hatten... ich hoffe, ihr hattet trotzdem euren Spass, ich jedenfalls habe mich sehr amüsiert.. auch wenn ich ein halbes Stündchen weggenickt bin, als Ingo ausführlich erklärte, was der Hintergrund war.
Das wars dann auch schon mit dem Schlaf... und entsprechend lief der Sonntag. Übermüdet hat sich holger erbarmt, die meiste Zeit allein in der Küche zu stehen und ich hing recht schlapp rum. Beim Bang! beinah eingeschlafen, das will schon was heißen! Aber als es ans aufräumen ging und ich wieder was zu tun hatte - da kam auch wieder die Energie, die sogar so weit reichte, dass ich beim traditionellen Abschlussessen beim Italiener noch wach blieb und erst zu Hause... 23 Stunden geschlafen habe.
Alles in allem fand ich war es eine schöne Convention, das mit dem Thema Wasser hat mir sehr gut gefallen und auch wenn die Anzahl der Besucher nicht sehr gestiegen ist, und es in der Küche zum Teil größere Unstimmigkeiten gab, hat es doch wie immer wieder sehr viel Spass gemacht!
Danke Simon für die viele Arbeit und allen, die da waren dafür, dass sie so eine nette Stimmung fabriziert haben!
Eva


