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TERMINE

Aktuelles


DATE

25./26. März

2017

ab 10.00 Uhr
Burg-Con 26

Kinderzentrum BURG
(Eingang über den Hof)

Schmargendorfer Str. 18
12159 Berlin

Infos hier


DATE

25.05.

2017

25. - 28.05.2017
Wölkchen 2017
der PG Stuttgart

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DATE

26.07.

2017

26. - 30.07.2017
Sommerregen 2017
der PG Stuttgart

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DATE

29.07.

2017

29. - 30.07.2017
ab 10.00 Uhr
Sonnencon 2017

alle Infos


DATE

22.08.

2017

22. - 27.08.2017
Sternenhimmel 2017

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Die Geschichte des Nexus e.V.

Von Raoul Langner. Geschrieben für das Programmheft des 20. Burg-Cons 2011

Man mag es kaum glauben: Zwanzig Jahre, das ist eine Menge Holz. Da es kaum junge Besucher auf unseren Conventions gibt, werden sicher viele von Euch genauso denken. Aber tatsächlich, dies ist der 20ste Burg Con.

Alles fing mit der GFR Ortsgruppe Berlin an

Jasper warb für einen Kölner Rollenspielverein namens GFR (Gilde der Fantasy Rollenspieler), welcher in Berlin eine Ortsgruppe eröffnen wollte. Und auf dem ersten Kennenlern-Treff war klar, wir wollen einen eigenen Con veranstalten. Bei Jaspers Eltern trafen sich zwanzig - sich völlig unbekannte Leute - und hatten durch ihr verrücktes Hobby viel gemein. Viel heißt, dass viele von ihnen noch heute im Verein aktiv sind, neben Jasper und mir kann ich noch aufzählen: Karsten D., Marcus J., Corvin J., Fabian W., Markus K., Oliver B. und Markus V.

Der erste Burg Con

Im Grunde waren wir uns einig: Es sollte eine tolle Veranstaltung mit allerlei Rollenspielrunden, Table Tops, einem Zeichen- und Malwettbewerb und hoffentlich vielen Gästen werden. Der Ort war schnell gefunden, denn Marcus V. arbeitete damals im Jugendfreizeitheim „Die Burg“. Der Name Burg Con war schnell abgeleitet, doch einigen konnten wir uns darauf weniger schnell. Es wurden Plakate auf einem 9-Nadel-Drucker gemacht; Anrufe getätigt und jeder erzählte seinen Freunden davon. Corvin machte sich ans Werk und stellte eine Kartei (so richtig auf echten Karten!) mit Spielleitern zusammen, sogar heute leiten noch einige von Ihnen. Corvins Karten blieben uns lange Jahre erhalten; als ich den Burg Con 4 organisierte, bekam ich sie überreicht. Corvin war sehr erfolgreich und schaffte es aus dem Stand viele interessante Runden anzubieten. Beim Essen hatten wir ein weniger glückliches Händchen. Wir kauften viel zu wenig, zu teuer und kamen damit nicht zurecht. Nach viel Arbeit kam dann das ersehnte Wochenende: Wir hatten den späten Februar auserkoren, warum weiß ich nicht mehr, doch daran hat sich nicht viel geändert. Die Convention war ein riesiger Erfolg!

Der Knotenpunkt entsteht

Wir hatten einen schönen Con organisiert und damit sogar ein paar Mark (an den Euro war noch nicht zu denken) verdient. Wir waren voller Motivation. Der Knackpunkt war, dass wir diesen Gewinn an die GfR in Köln abtreten sollten. Eigentlich sehr verständlich, schließlich waren wir nur Mitglieder, der gewählte Vorstand war in Köln und wollte darüber verfügen. Doch wir hatten die ganze Arbeit und sahen dies überhaupt nicht ein. Aus heutiger Sicht war dies wohl einer unser schwersten Fehler überhaupt. Was haben wir uns für Bürokratie ins Haus geholt, nur wegen des bisschen Geld. Mit Geduld und Verständnis hätte man dieses Problem lösen und eine schlagkräftige Organisation gründen können. Doch so weit waren wir noch nicht; wir waren begeistert und motiviert. Nur der Himmel war die Grenze. Wir organisierten ein Gründungstreffen, diesmal bei Corvins Eltern im Garten. Wir zimmerten eine Satzung zurecht, organisierten ein Bankkonto, legten den Mitgliedsbeitrag fest, wählten den Vorstand, gingen zum Amtsgericht und Nexus war geboren.

Und deshalb fehlt ein Jahr

Aus diesem Grund ist der Verein ein Jahr jünger als der Burg Con, denn erst der zweite Con fand unter unserer Regie statt. Jasper hat der GFR damals wohl erzählt, wir hätten das Geld verloren. Nach 20 Jahren sollte das verjährt sein und eigentlich (spontaner Einfall) könnten wir das der GFR jetzt spenden, damit sich der Kreis wieder schließt.

Der Name war eine schwere Geburt

Die erste Ernüchterung kam sofort: Der Name. Trotz des sonnigen Wetters und des schönen Gartens heizte sich das Gespräch auf. Es wurden unzählige Vorschläge gemacht, englische Wörter, Abkürzungen, Namen von Fabelwesen, Gerüchten zufolge, wollten wir uns gar nach einem populären Rollenspielladen benennen! Wir kamen nicht weiter und die ersten drohten bereits auszutreten, bevor der Verein überhaupt gegründet war. Karsten D. machte den erlösenden Vorschlag: Er schlug zufällig in einem Lexikon mehrere Wörter auf und las unter anderem jenes Wort vor: Nexus. Das sei ein Knotenpunkt, belehrte er uns ablesend, ob das nicht passend für uns sei? Langes Gerede und Gemurre, doch dann kam die überwältigende Zustimmung.

Nexus und die Läden - wie viel Kommerz darf es sein?

Was sollte man mit einem neuen Verein zuerst anstellen, einen Con hatten wir ja bereits organisiert. Schnell war eine geniale Idee geboren: wir wollten Vergünstigungen in Rollenspielläden für unsere Mitglieder vereinbaren. Das Stichwort war: Prozente. Dies war die erste große Zerreißprobe für den jungen Verein. Besonders kleine und unbekanntere Rollenspielläden überschlugen sich mit Angeboten. So waren 10, 20 gar 30 Prozent Vergünstigungen im Gespräch und unsere Mitglieder wurden heiß. Bald war klar, dass wir zwischen den Fronten standen, denn natürlich wollte jeder Laden der einzige sein, der die Vergünstigung gewährte. Geholfen hat das Machtwort des starken 1.Vorsitzenden Corvin: Es gibt keinerlei Prozente.

Die Arbeitsgemeinschaften

Doch es gab in der Anfangszeit viel Positives und eine Menge Kreativität. Mit dem Modell der Arbeitsgemeinschaften wollten wir den Mitgliedern Gestaltungsmöglichkeiten geben. Schließlich hatten wir die GfR noch vor Augen; bei uns sollten die Mitglieder den Verein gestalten. Kleine Gruppen mit Gemeinsamkeite sollten ihren speziellen Interessen nachgehen. Damit sollte der Verein mit Leben ausgefüllt werden. Franziska H. und Marcus J. gründeten den Club der Untoten Dichter. Dort wurden Geschichten geschrieben und vorgetragen, sogar eine eigene Publikation wurde zustande gebracht und verkauft. Frank G. gründete eine Blood Bowl Liga und es wurden daraufhin viele Spiele veranstaltet. Die Medien AG brachte uns sogar zweimal zum Radiosender Fritz und man unterhielt sich mit Sektenmitgliedern über die Gefahr von Rollenspielen. Es gab für Star Wars, Shadowrun und andere Systeme AG`s. Es sollten Projekte erarbeitet, gar ein Theaterstück aufgeführt werden. Wir waren aktiv und das hat dem Verein viel gegeben. Leider gibt es nicht mehr viel davon, keine einzige AG mehr. Vor allem ist uns die Kreativität ausgegangen, wir wollen nichts mehr innerhalb des Vereins erreichen. Es ist kein Zufall, dass die Welle der sog. neuen Rollenspiele an Nexus völlig vorbeigegangen ist.

Der erste Themen Con

Nach drei erfolgreichen Vereinsjahren wollten wir eine entscheidende, inhaltliche Veränderung: Es sollte ein Con zu einem bestimmtem Thema abgehalten werden. Eben nicht das gewohnte Durcheinander, vielmehr sollte gezielt Wert auf den Inhalt gelegt werden. Schnell entwickelte sich das Unwort Themen Con, offiziell hieß der Con aber nie so. Marcus J. war es zu Verdanken, dass dieses Projekt gestartet wurde. Ein Thema war schnell gefunden: Horror. Für die einen wurde der Con genau das, doch im negativen Sinn, für die anderen ist er nach wie vor ein Meilenstein mit Startschwierigkeiten. Wir legten besonderen Wert auf die Auswahl der Spielrunden, der Genrebezug war entscheidend, es wurden Workshops geplant und wir konnten sogar einige Lesungen anbieten. Tienchen W. und Yvonne J. verbrachten viel Zeit und Mühe mit der Dekoration, für hunderte von Mark und stundenlange, mühevolle Arbeit wurde die Burg präpariert. Mit einfachen Worten: Dieser Con machte weit mehr Arbeit als die anderen zuvor. Dann kam der Tag der Wahrheit: Es waren wenige Gäste und zumindest ein lautstarker Teil war offensichtlich unzufrieden. Erst Jahre später wurde mit der Odyssee dieser Gedanke wieder aufgegriffen.

Publikationen und Fanzines

Neben den großen Cons und den regelmäßigen Treffen gab es gleich zu Beginn ein tiefes Begehren eigene Publikationen zu erstellen. Bereits auf unserer Gründungssitzung war Karsten D. ein eiserner Verfechter dieses Projekts und sorgte dafür, dass entsprechende Passagen in unsere junge Satzung aufgenommen wurden. Es war schwierig die Leute zu informieren (Internet gab es noch nicht wirklich). Wir brauchten ein gemeinsames Medium. So kam es, dass Corvin J. das bis heute erscheinende Infoblatt schuf. Wie es sich für solche Geschichten gehört, handelte es sich um ein Blatt, handgeschrieben. Es stand nur das nötigste darin: Daten, Fakten und Telefonnummern. Doch es wurde eine regelmäßige Schrift, die wir auch bitter brauchten. Später übernahm Frank G. die Regie des Blattes und sorgte für ein professionelles Layout und päppelte den Inhalt auf. Seitdem haben sich viele hieran verdient gemacht und diese umfangreiche und schwere Arbeit übernommen. Vom Infoblatt ging der Schritt zum Fanzine schnell. Es zeigte sich, dass die Leute ein starkes Bedürfnis haben Geschichten, Artikel, Rezensionen, Quellenmaterial und selbst verfasste Regeländerungen zu schreiben. Der Horror - Con wartete gleich mit der zweiten Innovation auf, es wurde eigens ein Con Fanzine produziert, welche auf den Con und dessen Veranstaltungen angepasst waren. Dort waren Geschichten, Abenteuermodule und Hintergrundinformationen zu lesen. Leider fiel dies auf dem Con gar nicht weiter auf; die Leute nahmen es einfach hin. Auch die AG Club der untoten Dichter schaffte es eine sehr umfangreiche Publikation zu veröffentlichen. Dies nahm seinen Anfang mit der Kooperation zum bereits bestehenden Fanzine „Die Apokalypse“ von Julius K. Bald schrieben und zeichneten auch Vereinsmitglieder für dieses vom Verein ansonsten unabhängige Magazin. Doch war es dem Drängen von Andreas P. zu verdanken, dass der Verein sein eigenes Magazin erhielt: Die Sinnflut. Sie erschien alle drei Monate und sollte redaktionell bearbeitet sein. Anders als im Infoblatt sollte nicht einfach alles gedruckt werden was man gerade hatte, sondern das Heft sollte richtig gestaltet werden. Nach dem ersten Anfangserfolg kam es zum Eklat im Verein: Der Abdruck nicht gerade origineller und im Ergebnis unakzeptabler Mangabilder, nebst Artikel über fiktive Rollenspielpornos, sorgte im Verein für ernsten Streit. Die einen sahen ihre Pressefreiheit gefährdet, für die anderen wurden genau jene Vorurteile gegen Rollenspieler bestätigt, die sie durch ihre Vereinsarbeit unterbinden wollten.

Die Odyssee

Aber bei Nexus regten sich die kreativen Kräfte. Nachdem die ersten großen Krisen überwunden waren, setzten sich kreative Mitglieder zusammen und wollten etwas mit dem Verein erreichen. Der Burg Con war schön und gut, aber wir machten ihn schon sehr lange. Es sollte die Innovation des Horror Cons wieder aufgegriffen werden, ein Con, der nicht nur Spielzwecken diente, sondern den Besuchern etwas Besonderes bot. Ausgefallene und seltene Systeme sollten angeboten werden. Die Fehler des Horror Cons wurden vermieden, trotz allem sollten alle Gäste spielen können und nicht mit Seminaren verschreckt werden. Außerdem hatten wir wohl erst jetzt die ausreichende Erfahrung solch einen schwierigen Con zu veranstalten. Mit kurzen Worten: Der Con wurde ein großer Erfolg. Diesmal mischten sich viele fremde unter die altbekannten Gesichter. Zwar war der Con kein Publikumsmagnet, doch alle Gäste waren begeistert. Angereiste aus fernen Orten waren begeistert und sprachen uns ihren Respekt aus. Eben dies brauchten wir und das bestätigte uns bei unserer Arbeit. Nunmehr hat sich die Odyssee in unser Conangebot eingereiht. Nimer und Simon R. haben hier viel geleistet.

Das Projekt Odyssee

Unabhängigkeit und Kreativität sollten dieses Projekt bestimmen. Es wurden unabhängige Autoren und ihre Werke unterstützt. Hier wurde viel auf die Beine gestellt: Regelmäßige Auftritte auf der Spielemesse in Hamburg und auf der Buchmesse waren die Folge. Hier sei der Name Matthias M., der am Ende gar fast allein in Leipzig stand. Doch hier soll mehr bei der 10. Odyssee geschrieben werden.

Und wieder zurück zum Anfang

Der 19. Burg Con war - nach eher bescheidenen Veranstaltungen - wieder ein guter Erfolg. Ein neues Team mit Knut und Fabian sorgte für frischen Wind. Der 20. ist hoffentlich ein ähnlich schöner Erfolg. Ob wir in Zukunft jedes Jahr einen Burg Con veranstalten, wird sich zeigen, denn - so ungern man es hört - die Zeit der großen Convention ist vorbei. Und ich glaube auch nicht, dass sie wieder kommen wird. Umso schwieriger sind gute Veranstaltungen und jeder der sich jetzt aufgerufen fühlt: Hilfe ist immer nötig.

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